Energie Open Air 2010

mit Luxuslärm, No Angels, Lemon Ice

Gute Stimmung trotz nasser Füße

Gleich drei Konzerte gab es am Freitagabend beim Sommerfest am Mündesee. Nachdem „Lemon Ice“ das Publikum angeheizt hatten, ließen sich die „No Angels“ von ihren Fans feiern. Auch „Luxuslärm“, die den Abend abrundeten, brachten die Teenies in den ersten Reihen zum Kreischen. Obwohl der Platz nach dem Regen komplett durchnässt war, entwickelte sich eine einmalige Stimmung. Viele Festbesucher bemängelten allerdings die Versorgung sowie den Shuttleservice. Für Sybille Holzäpfel, die Geschäftsführerin der Städtischen Werke, war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Mit großer Freude sprangen die Kinder von einer Pfütze in die nächste. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Regenjacken konnte ihnen das Wetter nichts anhaben. „Wir hatten Angst, dass keiner kommt“, sagt Gabi Rausch von den Städtischen Werken Angermünde. Umso erstaunter war sie über die rund 5.000 Gäste.

 

Spätestens beim Konzert der „No Angels“ hatten diese den nassen Untergrund längst vergessen. Mit ihren Hits „Daylight in your Eyes“, „There must be an Angel“ und „River of Joy“ lockten sie die Besucher zur Bühne. „Die Stadtwerke haben sich entschuldigt, dass heute vielleicht nur so drei oder vier tausend Leute da sind“, sagt „No Angel“ Lucy Diakovska zu Beginn des Auftritts. „Dabei sind weniger Leute auch ok, wenn sie so gut drauf sind wir ihr.“ Neben ihren Hits, die sie zu Beginn der Karriere nach dem Casting bei „Popstars“ hatten, sangen Lucy, Sandy und Jessica auch neue Lieder.

 

Den gesamten Abend über stand, sensibilisiert durch die Ereignisse bei der Loveparade, die Sicherheit der Gäste im Vordergrund. Lars Moch, der Chef einer Firma aus Berlin war für die zahlreichen Sicherheitsleute verantwortlich. Die Bauzäune, den den VIP-Bereich rund um die Bühne absperrten, hätten bei Gefahr in wenigen Sekunden umgeworfen werden können. „Diese Anweisung hatten meine Leute“, erklärt der Chef. Das Seeufer war nur mit Flatterband abgesperrt, dass im Notfall ein Durchkommen ermöglicht hätte. „Wir haben zwei Ein- und Ausgänge eingerichtet, um auch einen großen Ansturm bewältigen zu können. Klar wurden Taschen kontrolliert, und auch das Alter der Besucher. Wer bereits zu viel Alkohol getrunken hatte, durfte nicht auf den Platz“, sagt Lars Moch. Das Fest der Städtischen Werke Angermünde ist als Familienfest angedacht und wurde auch als ein solches umgesetzt.

 

Aus Neubrandenburg ist Sigurd Wodarsch zusammen mit Frau Astrid und Tochter Lea angereist. Die Familie wollte unbedingt die „No Angels“ sehen. Schon im letzten Jahr waren sie dabei. „Wir haben trotz Regen Spaß“, sagt der Familienvater. Tochter Lea freute sich besonders auf Luxuslärm.

 

Auf den Auftritt ihrer Helden musste sie allerdings eine ganze Weile warten. Die Band aus Iserlohn spielte zuvor am Abend bei „The Dome“ und wurde für den Auftritt am Wolletzsee extra eingeflogen. „Angermünde, endlich sind wir bei euch“ begrüßte die Sängerin Janine Mayer daher die Fans. Laut und rockig waren die Klänge der Band. Während die Jugendlichen noch feierten, traten viele Besucher nach dem Auftritt der „No Angels“ bereits den Rücktritt an.

 

Zu lange dauerten die Umbaupausen zwischen den drei Konzerten. Und nicht jeder war wie Mario Villain bereit, mehr als zwei Euro für ein Bier oder eine Bratwurst zu zahlen. „Der Eintritt war so gering, da gibt man gern etwas der Feuerwehr, die beim Einweisen hilft, oder den Vereinen, die sich um die Bewirtung kümmern“, ist seine Meinung.

 

Quelle: MOZ, 29.08.2010